Pressemitteilung des KAZ Herne e.V. zum Aus des Nils und der Situation in Herne

Nachdem es 2012 noch einmal gut ging, schließt die Gaststätte NILS Ende Mai nun endgültig. Damit verliert Herne nach dem Aus der Kulturgaststätte SONNE innerhalb weniger Wochen eine weitere der wenigen Ausgehmöglichkeiten für jüngere Menschen.
„Wir sind uns natürlich darüber bewusst, dass es sich bei beiden Lokalitäten um privat-wirtschaftlich betriebene Räume handelt. Trotz allem ist die Gesamtsituation in Herne nun noch verheerender als sie ohnehin schon war. Auf der einen Seite beklagt man die zunehmende Flucht junger Menschen (und z.T. von jungen Familien), aber auf der anderen Seite passiert leider nur sehr wenig um dieser Tendenz entgegenzutreten.“, so Kai Nordemann, 1. Vorsitzender des KAZ Herrne e.V.
Eine Innenstadt im 21. Jahrhundert muss nicht nur aus konsumtechnischer Sicht betrachtet werden, sondern lebt speziell auch von der Attraktivität sich in dieser aufzuhalten und zu verweilen, d.h. um junge Menschen zu binden und für diese auch Ausgehmöglichkeiten o.ä. zu schaffen oder zu fördern. Passiert dies nicht so bleibt der alte Spruch „Das Beste an Herne ist die U35 nach Bochum“ traurige Realität.
Während es in Wanne-Eickel in den letzten Jahren durchaus progressive Ansätze mittels des Rockbüro im Pluto oder des Pottporus-Hauses gibt, wie man Initiativen fördern oder begleiten kann, passiert in Herne seit Jahren fast nichts. Dabei fehlen hier weder Aktive noch Interessenten -neben dem KAZ z.B. die ehemaligen Kellner der „Sonne“–, aber das Hauptaugenmerk liegt gefühlt eher in anderen kulturellen Sparten und die Fördertöpfe scheinen doch arg einseitig aufgeteilt und z.T. langfristig anderweitig verplant.





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